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  • Eindrücke Kawasaki Z250

    Die "Kleine" Kawasaki Z250 oder mangelnde Leistung wird durch Wahnsinn ersetzt.

    Es muss nicht immer groß und schwer sein. Klein und giftig macht genausoviel Freude - nur auf eine ganz andere Art. Die Z250 ist Ihren grossen Schwestern wie der Z500/550 und höher wie aus dem Gesicht geschnitten. Sie hat das selbe kantige Design das Anfang der 80er die "runde Ära" der 70er Jahre Kawas abgelöst hat. Sie ist trotz ihrem kleinen Hubraum erstaunlich erwachsen. 2 Erwachsene sitzen durchaus beqquem auf ihr - wenn es sein muß. Mehr Spaß macht sie alleine zu fahren und die Handlichkeit und Quirligkeit der nur etwa 150 KG schweren Bonsai Kawa zu geniessen. 

    Das Fahrgefühl ist sehr ähnlich dem der Kleinkrafträder aus den Spät 70igern Anfang 80ern. Fühlt sich zwischen den Beinen fast an wie ein Fahrrad - fährt aber viel besser :-). Sitzposition, Fahrwerk, Instrumente, Bremsen - alles top und über jeden Zweifel erhaben. Mit ihrer schmalen Serienbereifung fällt sie beim dran denken schon in die Kurve und bringt einen sagenhaften Fahrspaß. Die Bremsen verzögern unerbittlich und wirkungsvoll, pendeln ist ihr fremd. 

    Die Z250 hat wie einige Ihrer Hubraumkollegen aber einen gewissen Nachteil - mangels Leistung und Drehmoment fährt man mit ihr wie ein Gestörter und ist in der Stadt wie auch auf Landstrassen oft viel schneller unterwegs wie mit einem Bigbike und natürlich auch schneller wie es die grünblaue Obrigkeit erlaubt. Der Motor dreht mühelos und seidig 10.000 Umdrehungen und auch nur jenseits von 6000 ist sowas wie Leistung und Vortrieb zu spüren. Das man da um jede paar Hundert Umdrehungen kämpft liegt auf der Hand. Und dann statt bremsen lieber runterschaltet und ausdreht auch. Aber gerade das verbunden mit ihrem sagenhaften Handling das man bei grösseren und damit schwereren Motorrädern einfach nicht antrifft, macht die Fahrfreude mit ihr aus. Nebendem hat ihr Motor noch einen recht kecken Klang - nicht laut aber auch nicht zu überhören und wie eine 250er klingt sie auch nicht - eher wie eine Große. Die Technik ist recht einfach und überschaubar. Teilesituation noch gut bis auf die üblichen Verdächtigen Auspuffanlagen und Tanks. Einiges an Teilen passt auch von anderen Kawa Modellen wie z.B. die Griffarmaturen, Blinker etc..

    Die Z250 steht im totalen Gegensatz zu der auch hier angebotenen Honda CJ360T aber sie ist auch kein Motorrad mit dem man auf Dauer und als Einzelbike glücklich wird. Als Zweit- oder Dritt Motorrad aber eine unbedingte Empfehlung.  Das fahren mit ihr hat sehr spezifische Reize die man bei anderen auch deutlich teureren und größeren Maschinen einfach nicht bekommt.

    Zudem ist sie viel seltener wie eine Z1 und sieht einfach super aus. 

     

     

     

     

     

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  • Comments on this post (1 comment)

    • Stephan Wagner says...

      Ich fahre unter anderem eine Honda CBX 250 RS: http://www.altomoto.info/media/cms_page_media/4/CBX250RS.jpeg

      Die Maschine steht nicht unter “ferner liefen” in der Garage. Im Gegenteil, ich fahre das Motorrad regelmässig. Auf den engen, kurvenreichen Strassen der Ostschweiz überzeugt mich die Leichtgängigkeit des Fahrens. Weniger kann manchmal auch mehr sein. Ich denke das gilt auch für die hier beschriebene Kawasaki Z250.

      On November 17, 2015

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